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Samstag, 17. September 2011

Pressefreiheit

John Swinton, Chefredakteur der New York Times, sagte 1880 anlässlich der Feier seiner Verabschiedung :

“Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Sie wissen es und ich weiß es. Es gibt niemanden unter ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben und wenn er es tut, weiß er im Voraus, dass sie nicht im Druck erscheint. Ich werde jede Woche dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung herauszuhalten, bei der ich angestellt bin. Andere von Ihnen werden ähnlich bezahlt für ähnliche Dinge und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde auf der Straße. Wenn ich meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung veröffentlichen würde, wäre ich meine Stellung innerhalb von 24 Stunden los. Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammon zu lecken und das Land zu verkaufen für ihr tägliches Brot. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Strippen und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unser ganzes Leben sind Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte.”

Samstag, 9. Juli 2011

Anderenorts gelöscht IV.

Kerr jr. (Gast) schrieb am 2011/07/09 11:42:
Aufmerksamkeitsökonomie

Wer in die Tasten greift, tut das eher selten aus taktischen und / oder niederen Motiven. Zuerst möchte er / sie seinen / ihren Senf dazu geben. Da beginnt in "die Dschungel" schon das Problem, die ja wie eine Venus-Fliegenfalle große Reizflächen aufbaut, in Form von offensichtlich angreifbaren und eitelen Positionen. Dazu die umständliche Kultivierung des Personenkults um einen Autor mit erkennbaren Defiziten (Schnipp)

Samstag, 16. April 2011

Löschkandidat

Am 16.04.2011 um 18:03 kommentierte ich beim Freitag einen Kommentar von Christian Berlin:

Da lassen aber wieder mal die kuwaitischen Frühchen aus ihren Brutkästen grüßen! Wie sollen denn die Streubomben über Misrata gekommen sein, wenn kein libysches Flugzeug in der Luft war? Schlimm genug, wenn ein Christ solche stumpfe Hetze penetriert, noch dazu in diesem gequält moralinsauren Predigerton. Würg!

Freitag, 28. Januar 2011

Anderenorts gelöscht III

(Gerade eben ist es passiert, in der Freitag-Community wurde der Blog von guggau deaktiviert, mit allen Artikeln und Kommentaren. Vordergründig ging es darum, ob jemand von der Moderation bei einem von guggaus Artikeln die Überschrift verändert hatte, um so die Liebenswürdigkeit des markanten Bloggers in Zweifel zu ziehen. Hier der Samisdat aus einem Orwell-Universum, kopiert von hadie: :)

Danke an alle, die mich lieben

Danke für die Kommentare

Da feiert Magda so eine Art Jubiläum, ich bin zufällig zugange, lasse einige Prinzipien kurzzeitig schleifen und gebe ein bisschen Text ab. Text, keine Literatur. Anderntags lese ich im E-mail-Fach, dass so 8 oder 10 Kommentare zu meinem Juxbeitrag eingegangen seien. Lustig, schauen wir uns doch mal an. Aber Pustekuchen! Der Blogbeitrag ist gesperrt. Entweder auf Wunsch des Autors - NEIN! - oder aber: Richtig! UNZULÄSSIG HOHER WAHRHEITSGEHALT! Dabei hätte ich sie ganz gerne mal gelesen, die Kommentare. Selbstverständlich mache ich mir keine Illusionen. Selbstverständlich sind die wenigsten, wenn überhaupt einer, für mich schmeichelhaft. Aber trotzdem würde ich sie gerne lesen. Kann mir irgendjemand diese Möglichkeit verschaffen? Ich wäre ihm/ihr auf ewig dankbar. (Es darf gegrinst werden)

guggau

guggau schrieb am 25.01.2011 um 18:50

Ist das doch aber auch ein liebenswerter Verein! Schon die unaufgefordert hilfreiche Redaktion. Mir in meiner Einfalt war als Titel ja nur “Danke für die Kommentare” eingefallen, die Redaktion aber wollte mich in dieser Blamage nicht sitzen lassen und setzte “Danke an alle, die mich lieben” darüber. So was geistreiches wäre mir natürlich nie im Leben eingefallen. Meine Dankbarkeit ist grenzenlos. Mein Abscheu auch ...

hadie schrieb am 27.01.2011 um 23:26

Moderatoren, die Blogtitel anderer Schreiber verunstalten, sind doch noch eine Steigerung. Nicht nur urheberrechtlich bedenklich ...

Maike Hank schrieb am 28.01.2011 um 13:26

Lieber guggau, niemand von uns hat an Ihrer Überschrift Änderungen vorgenommen.

Lieber hadie, es ist wohl eher bedenklich, wenn Community-Mitglieder solche Dinge behaupten.

Mit freundlichen Grüßen
Maike Hank

merdeister schrieb am 28.01.2011 um 14:31

Vielleicht hat er nicht richtig geguggt? Witz für den schlechten Start ins WE.

guggau schrieb am 28.01.2011 um 16:21

"Maike Hank schrieb am 28.01.2011 um 13:26 Lieber guggau, niemand von uns hat an Ihrer Überschrift Änderungen vorgenommen."

Da habe ich nun eine reiche Auswahl an Antwortmöglichkeiten. Ich könnte schreiben:

Sie behaupten hier etwas Unwahres

Sie lügen

Sie leugnen Ihre Schandtat

… und weiter mit diesem Sinngehalt. Ich beschwöre, dass ich diese Überschrift so nicht verfasst habe. "Danke für die Kommentare" war mein Titel, und sonst nichts. Wie viele Sprachkünstler schwirren denn da in der Redaktion rum, für die Sie die Hand ins Feuer legen wollen?

Mit recht wenig Hochachtung

guggau

Maike Hank schrieb am 28.01.2011 um 16:33

Lieber guggau,

Ihre Antwort ist eine Unverschämtheit und zudem ein wenig paranoid. Welches Interesse sollten wir haben, Ihre Überschrift zu ändern? Unser Umgang mit Artikeln und Kommentaren ist sehr gewissenhaft und selbstverständlich lege ich die Hand für meine Kollegen ins Feuer. Bitte mäßigen Sie sich in Zukunft in Ihrem Ton uns gegenüber. Dies ist als sehr Gelbe Karte zu verstehen.

hadie schrieb am 28.01.2011 um 17:51

Die Überschriften-Urheberfrage müsste doch auch ohne geschwollene Stirnadern technisch zu klären sein: mit Blick in den Browser-Cache des Bloggers, Vergleich mit dem Plone-Protokoll der Redaktion usw. Bekomme ich jetzt auch ein buntes Kärtchen?

Maike Hank schrieb am 28.01.2011 um 18:41

Nein lieber hadie, dies ist so leider nicht mehr nachzuvollziehen, diesbezüglich habe ich vorhin bereits mit unseren Programmiern gesprochen. Die Stirnader mag bei guggau geschwollen sein, meine ist ziemlich entspannt, wird aber immer wieder von ein paar "facepalms" verdeckt : )

guggau schrieb am 28.01.2011 um 21:58

Hochverehrte Maike Hank,

es bleibt dabei. Auch hartnäckiges Lügen ist und bleibt Lüge. Irgendjemand bei euch hat diese Überschrift fabriziert. Warum? Kann ich das wissen, wie verquer die Leute bei freitag.de so denken? Sie selber geben ja ein schon denkwürdiges Beispiel, indem Sie mir Paranoia unterstellen. Ein Vorschlag: Suchen Sie den Deppen, der das gemacht hat, lassen Sie ihn versprechen, sowas nicht wieder zu tun, und entschuldigen Sie sich bei mir.

guggau

Turbo Wamczyk schrieb am 28.01.2011 um 22:21

Ich fänd es ja fett, wenn Sie in einer der nächsten Vollversammlungen - die sich ausschließlich mit ihrem "Fall" beschäftigt - one-on-one (oder nur one) gegen den Deppen antreten. Das Ganze wird live in der FC gestreamt und am Ende kriegen Sie, falls sie gewinnen, ein Mutterkreuz und eine Entschuldigung von Frau Hank. Vielleicht könnten sich die Beteiligten darauf einigen? Ich bring auch Popcorn.

Maike Hank schrieb am 28.01.2011 um 22:31

Lieber guggau,

nicht nur ein Vorschlag: Sie machen jetzt ein wenig Pause

Montag, 24. Januar 2011

Anderenorts gelöscht II

Magda - 100 Wochen

Es lässt sich halt nicht vermeiden: Kaum wieder mal in freitag.de, lande ich bei Magda. Und was sehe ich da im rechten Augenwinkel…

Hoppla! Seit 1 Jahr und 48 Wochen ist Magda in der Community aktiv. -Grob geschätzt könnten das so an die einhundert Wochen sein! Und in diesen 100 Wochen hat Magda 437 Beiträge erstellt und 6269 Kommentare geschrieben. Alle Achtung! Das macht pro Woche…

Jetzt geben wir uns mal optimistisch und nehmen an, dass ein Teil der Freitag-Community (vielleicht gar die Hälfte?) selber rechnen kann. Also erspare ich mir, diese Zahlen durch Hundert zu teilen, und durch weitere Teilungsmanöver Aktivitäten pro Tag, pro Stunde oder pro Minute zu ermitteln. Die Zahlen sind jedenfalls beeindruckend.

Sie machen es auch verständlicher, dass ein Mit-Blogger Magda neulich eine “einsame Alte” genannt hat. Aufgrund dieser Zahlen ist diese Vermutung keineswegs ganz abwegig (der Partner sagt “Guten Morgen”, Magda sagt “Schnauze! Siehst du nicht, dass ich im Internet bin?” Der Partner sucht sich eine andere. Es gibt noch andere.)

Aber: Ohne Magda wäre die Freitag-Community ein grauslig substanzarmer Haufen. (Abgesehen von Wolfram Heinrich, der immer noch -mit Erfolg!- jede Schnapsidee als Geistesblitz verkauft. Bei freitag.de geht das, da sind die Ansprüche nicht gar so hoch.) Die Vielfalt ihrer Themen ist beeindruckend, ihre Argumentation selten angreifbar - außer natürlich für Dummköpfe, und an Dummköpfen herrscht kein Mangel, weder hier noch sonst wo.

Nicht, dass sie unfehlbar wäre. Das Recht auf Irrtum, das jedem Menschen zusteht, nimmt sie schon auch wahr. Sparsam. Allerdings kann man mit gutem Gewissen sagen: Ganz dumm ist sie nie.

Das ist schon was. Das ist schon etwas, was man neuerdings von Jakob Augstein. z.B. schon nicht mehr sagen kann. Der beweist immer wieder mal, dass ein Intellektueller sehr wohl sehr dumm sein kann.

Also, ich als Gelegentlichreingucker sage mal: Wenn die Magda tatsächlich nichts besseres zu tun hat, als bei Freitag.de in immer neuen Versuchen Deutsche Spraak und halbwegs logisches Denken einzuführen, dann soll sie das machen. Sooo schlecht macht sie das gar nicht.

Mit respektvollen Grüßen an Magda

guggau

Montag, 2. August 2010

Schuh-Flatrate

In Halle/S. gibt es wieder einen Millionär mehr. Ich bin es leider nicht und meine Schuhe gehen auch im Wochenabstand kaputt. Die Treter lagen zwar alle schon ein paar Jahre im Schrank, verabschieden sich dann aber nach ein paar Stunden an den Füßen, so dass ich schon zum wiederholten Male auf Strümpfen nach Hause gehen musste. Deshalb brauche ich jetzt dringend die Schuh-Flatrate von Zalando! Es ist ganz einfach: man veröffentlicht einen Artikel auf seinem Blog, in dem man auf seine Lieblingsschuhe bei Zalando verlinkt und beschreibt, warum einem gerade diese Schuhe besonders gut gefallen.

Also aufgemerkt! Meine Lieblingsschuhe sind die "Polido-Noir"-Schnürer von Star Label, weil die genau so elegant sind wie ich und trotzdem bezahlbar. Edel in der Form, gediegen in der Verarbeitung, genau das Richtige für uns smarte Business-People! Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

Dienstag, 5. Januar 2010

Brotlos

ist meine Kunst
hier lyrische Kaviarklümpchen
klumpen zu wollen.
Der Vorzeige-Prekarier wird
sie überfliegen und mit keckerndem
Lachen blitzschnell löschen.
Aber ich habe den Rogen längst
gesichert, das ist die brotlose
Wissenschaft dabei.

zuerst bei
http://albannikolaiherbst.twoday.net/

Montag, 21. Dezember 2009

Anderenorts gelöscht

Oh Brot,

du vollkörniges
Grundnahrungsmittel,
das Schlichtheit impliziert.
Wie kommen jetzt
Zuckerbrot und Spiele
mit Peitsche auf meine
Ferkelbildchen und
in den lyrischen
Assoziationsblaster hier?

Stulli

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