Anderenorts gelöscht V.

Im Halleforum wurden heute etliche meiner Beiträge gelöscht, einfach weil einem bildungsfernen Gesellen meine Meinung nicht passte. Ein Nutzer namens qwertz hatte die Überlegung angestellt, ob die dauernden Hasstiraden gegen sozial Schwächere nicht auch als Verfolgung zu werten seien, sozusagen als "Psycho-Pogrome". Dazu hatte er sich ein drastisches Atavar-Bild gebastelt:

qwertz

Ich stimmte ihm zu. Da begannen die Herrschaften mit anonymen Diffamierungen gegen mich (Säufer, Arbeitsscheuer) und löschten gleichzeitig meine Erwiderungen, was doch schon grenzwertig ist! Qualität sieht anders aus!

adiop1

Und die Jungs scheinen es wirklich wissen zu wollen:

adiop2

Was zu beweisen war.
nömix - 10. Nov, 10:25

Das mit dem HartzIV-Judenstern und dem Pogrom-Vergleich ist eine saudumme Nummer und entspricht dem sog. Godwins Gesetz, kein Wunder wenn andere Nutzer draufhin pampig reagieren.

stulli - 10. Nov, 21:50

Darüber kann man so oder so denken. Mich fuchste die gezielte Diffamierung, die aus meinen früheren Veröffentlichungen gesogen wurde, bei gleichzeitigem intensivem Löschen aller anderen Meinungen.
halleqwertz - 11. Nov, 19:12

Du, nömix, hast es leider nicht verstanden

Wiki:
Zitat "Der Judenstern (auch: Gelber Stern) war eine im Nationalsozialismus eingeführte Zwangskennzeichnung für Personen, die nach nationalsozialistischem Recht als Juden galten.
...
Es markierte den Höhepunkt der 1933 begonnenen, nun öffentlich sichtbaren sozialen Ausgrenzung, Diskriminierung und Demütigung der jüdischen Minderheit."



Soziale Ausgrenzung, Diskriminierung und Demütigung erfahren heute auch sogenannte "Hartzer".
Soweit ist es zwar noch nicht, dass "Hartzer" ein öffentlich sichtbares Zeichen an sich tragen müssen, aber die gesellschaftliche Ausgrenzung auf allen Ebenen ist - auch dank der Medien - in vollem Gange.
"Hartzer" zu sein ist mittlerweile eine Schande in dieser Gesellschaft, etwas, dessen man sich zu schämen und zu rechtfertigen hat. Es ist schon fast gesellschaftsfähig, wenn beim Anblick eines verwahrlosten, betrunkenen oder sonst irgendwie auffälligen Menschen sofort die Betitelung "Hartzer" oder "Hartz IV-Empfänger" gebraucht wird bzw. hält man es schon fast für normal, wenn beim Begriff "Hartzer" gleich Bilder vom versoffenen Grenzdebilen auftauchen, der seine Kinder verkommen läßt.
Wer von den Betroffenen erzählt noch freimütig in irgendeiner Runde von seinem Status als "Hartzer"?

Arbeitslosigkeit hat vielfältige Ursachen, Beschimpfungen direkter oder indirekter Art gibt es massenhaft – völlig ausgeblendet wird dabei stets, dass es niemals mehr für ALLE Menschen existenzsichernde Jobs geben wird, derzeit fehlen geschätzte 8 Millionen, Tendenz steigend. Ausgeblendet wird auch, dass es mittlerweile unzählige Niedriglöhner gibt, die so wenig verdienen, dass sie ebenfalls ALG II aufstocken müssen. Ausgeblendet wird auch, dass Hartz IV auch auf Arbeitnehmer wirkt, die noch einen einigermaßen gut bezahlten Job haben, denn er diszipliniert sie bis zur völligen Selbstaufgabe.

Es werden "Hartzern" Rechte indirekt aberkannt, die ihnen laut Grundgesetz eigentlich zustehen. Was nützt die verbriefte freie Wohnortwahl, wenn die Umstände den "Hartzer" aus seiner Wohnung zwingen? Was nützt es, dass Zwangsarbeit verboten ist, der "Hartzer" aber JEDEN Job annehmen muß, sei der Lohn auch noch so absurd niedrig und der Arbeitsvertrag auch noch so sittenwidrig. Die Liste ließe sich fortsetzen...


Hartz IV hat bedrohliche Auswirkungen – auf den Arbeitsmarkt, die Psyche, das gesellschaftliche Klima und letztlich auf die Demokratie.
stulli - 11. Nov, 23:54

Genau so ist es!

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