Mittwoch, 6. November 2013

Anderenorts gelöscht VI.

66 Tage stand dieser Blogbeitrag unbeanstandet beim Freitag.de - jetzt plant die SPD eine Kampagne mit dem unten genannten. Das Netz wurde nach kritischen Stimmen durchsucht und man wurde fündig. Der Beitrag wurde gelöscht und die Redaktion äußerte haltlose Anschuldigungen gegen mich. Hier also der Beitrag vom 1.9.2013 10.00 Uhr:

Weshalb ich Karamba Diaby nicht wähle

Mit ihrer Wahlkampagne für den dunkelhäutigen Kandidaten veranstaltet die SPD so etwas wie einen positiven Rassismus. Es gibt Gründe, dem nicht auf den Leim zu gehen.

Von jedem dritten Laternenpfal grinst er einem entgegen, der freundliche Neger von nebenan. Reuters dreht ein Filmchen über seinen Laube-zu-Laube-Wahlkampf und Fratzenbuch-Nachrichten schickt er mir auch täglich. Er lebt seit undenklichen DDR-Zeiten in Deutschland, hat über ein Umwelt-Thema promoviert, ist kommunalpolitisch aktiv und zählt fast zu den "Sozialdemokraten in der SPD". Dr. Karamba Diaby wäre durchaus wählbar im Wahlkreis 72 - wenn da nicht seine Partei wäre.
Denn die SPD dreht weiter an der Verelendungsspirale, zumindest ihre Funktionärskaste ist stolz auf die Hartz IV–"Reformen". Schröder, Hartz und Sarrazin sind immer noch SPD-Mitglieder. Rentner müssen Flaschen sammeln, Jobcenter verwalten die gewollte Armut mit systematischen Schikanen und "Sanktionen", betrachten das Entziehen jeglicher Lebensgrundlage als erzieherische Maßnahme.
Leistungsberechtigte werden zu Entmündigten gemacht, alle Menschenwürde wird ihnen abgesprochen usw. Münteferings Parasiten-Kampagne kann jederzeit wieder losbrechen, Schröder macht Wahlkampf für "Hartz V", um die existenzielle Erpressbarkeit immer neuer Bevölkerungs-Gruppen voranzutreiben. Ein absurder Niedriglohnsektor verschwendet und entwertet menschliche Ressourcen und Fähigkeiten. Hochqualifizierte verschwinden in 450-Euro-Jobs, aktuelle Weiterqualifizierung wird ihnen verweigert. Alle können in die Ein-Euro-Zwangsarbeit gezwungen werden.
Nicht nur Inge Hannemann beobachtet die "zunehmende Zerschlagung bürgerlicher Lebensentwürfe und die Erzeugung eines mit Schuld- und Schamgefühlen gepaarten Angstklimas". Da bedarf es schon psychologischer Tricks, damit wenigstens ein paar Leute für eine derartige Partei stimmen. In Halle/S. ist es die Hautfarbe des Kandidaten:
"Du rassistischer Klemmi kannst unseren Kandidaten nicht wählen? Die New York Times, Reuters und Xinhua beobachten uns, da müssen wir doch ein Zeichen setzen, persönliche Befindlichkeiten zurücknehmen und das Image des 'Standorts' aufpolieren!"
Aber deshalb brauche ich Karamba Diaby nicht zu wählen. Auf Platz 3 der Landesliste kommt er ohnehin sicher in den Bundestag. Die Kameras der Auslandspresse werden sich auf den ersten schwarzen Bundestags-Abgeordneten richten, wenn dieser bei der Abstimmung für "Hartz V" die Hand hebt.

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